DOCK 20 Kunstraum und Sammlung Hollenstein

„We give it our heart, sould and bodies“

In seiner Videoinstallation „We give it our heart, soul and bodies“ arrangiert der Medienkünstler Justin Urbach Orte und Stadien des Rausches und der kollektiven Ekstase. Er collagiert Videomaterial jugendlicher Clubgänger:innen der Nullerjahre – deren Hingabe an den harten, maschinellen Beat und Rhythmus des Techno sie an die körperlichen Grenzen bringt – mit Bildern der Jahrhunderte alten Tradition des Calcio Storico. Das legendäre und brutale Match der vier ältesten florentinischen Stadtbezirke, dass jährlich stattfindet, zieht durch seine Intensität und Gewalt sowohl Teilnehmer als auch Zuschauer:innen in seinen Bann. Die Schönheit der entgrenzten, kollektiven Erfahrung einerseits und die Härte und Hässlichkeit, die diese unweigerlich begleiten, stellt Justin Urbach in seinem Porträt des Rausches eindrucksvoll gegenüber.

Haus der Kunst
Abdullah Miniawy und Justin Urbach. Film Screening. „I Am In The Sea Now“

Der Film I Am In the Sea Now (2021) basiert auf einem Gedicht von Miniawy und wurde gemeinsam mit dem Münchner Medienkünstler Justin Urbach entwickelt. Das Werk widmet sich den Erfahrungen eines Dichters auf der Suche nach Inspiration, nachdem er im Exil die Verbundenheit zu seiner Muttersprache verloren hat.

Süddeutsche Zeitung 
Science- und Fiction-Kunst : Diesseits und Jenseits

In der Ausstellung “Mana” in der Münchner Galerie der Künstler verschmelzen die reale und die virtuelle Welt . 

Der Mensch braucht die Natur, die Natur ihn aber nicht. Aber wie es aussieht, will der Mensch das nicht verstehen. Da muss wohl erst eine unbekannte Unterwasserzivilisation kommen, die ihm den Krieg erklärt.

Von Jürgen Moises 

 

XR HUB Bavaria 
MANA – EINE HYBRIDE KUNST-AUSSTELLUNG

MANA ist eine hybride Kunst-Ausstellung, die vom 13.11.2021-13.12.2021 sowohl virtuell als auch physisch in der VERPACKEREI GÖ stattfindet. Mit der Verknüpfung von zwei Ausstellungswelten reizt MANA die Grenzen zwischen Räumen, Dimensionen und Wirklichkeiten aus. Zehn Künstler:innen setzen sich mit diesem Spannungsfeld auseinander und zeigen jeweils ein physisches und ein virtuelles Werk. Die Positionen ergänzen, beantworten und vervollständigen einander, ohne sich dabei zu gleichen.

von Silke Schmidt 

 

1e9
Wenn der Mining-Rechner Schmetterlinge schürft: Die physisch-virtuelle Ausstellung MANA in München und im Netz

Die Gesellschaft erscheint manchmal hin- und hergerissen: Vorsprung durch Technik? Zurück zur Natur? Oder doch lieber irgendwas dazwischen? Diese Fragen und Konflikte greifen auch zehn junge Künstlerinnen und Künstler in ihrer Ausstellung MANA auf, die zurzeit in München und im Netz zu sehen ist. Kryptogeld und Mikroalgen, Game Engines und symbiotische Oktopusse vermischen sich zu einer inspirierenden Erfahrung.

von Wolfgang Kerler

 

KUBA PARIS 
Sugar Pie Honey Punch 

The group exhibition „Sugar Pie Honey Punch“ by students of the of the Academy of Fine Arts Munich presented a total of 16 artistic positions in the new, still under reconstruction, training hall of the boxingstudio „Boxwerk“. Within this collaboration, a broad spectrum of new, partly site-specific works emerged that deal conceptually with space and its use and thematically address structures of power, impact and negotiation of the body, alleged violence and social cohesion through sport. Deconstructing and reinterpreting the training equipment and sports paraphernalia of the Boxwerk creates an installative, multimedia interplay of sculpture, photography, video and performance. Tornike Abuladze, The Berg, Carmen, Pierre-Yves Delannoy, Eunju Hong, Denis Clausmann, Nicola Kötterl, Benjamin Matthias, Ludwig Neumayr, Rosanna Marie Pondorf, Sebastian Quast, Justin Urbach, Tatjana Vall, Maxine Weiss, Milena Wojhan, Matthias R. Zausinger

 

Süddeutsche Zeitung
You are going to take a bath in good luck.

Tatjana Vall & Justin Urbach 

Nachts ist es am schönsten: Wenn der Raum bläulich schimmert und die Passanten wie Motten vom Licht angezogen werden. Wäre tagsüber nicht ein so vorfrühlingshaftes Wetter mit Sonnenschein satt, man würde beim Anblick der Rauminstallation „You Are Going To Take A Bath In Good Luck“ von Tatjana Vall und Justin Urbach große Lust bekommen, sich für einige Minuten auf die Sonnenbank zu legen. Wegen des Lockdowns darf man sich aber nur von außen dieser Illusion hingeben. Man kann zudem die Videos anschauen, eine aufgespaltene 3D-Ziegenhaut erkunden, auf einen Mann starren, der im Hausmantel eine Ziege durchs ewige Eis führt, oder mit Hilfe eines QR-Codes das Zweikanal-Video abrufen, in dem Vall und Urbach den menschlichen Körper einer animierten Realität gegenüberstellen. Im gesamten Projekt spielen Materialität und Oberfläche in künstlichen Räumen, multidimensionale Wahrnehmungen, virtuelle Sehgewohnheiten und parallele Realitäten eine Rolle.

 

 

Pylon Hub Lab 
You are going to take a bath in good luck.

Tatjana Vall & Justin Urbach 

 

With the project You are going to take a bath in good luck., multi-media artists Tatjana Vall and Justin Urbach encounter transhuman realities with an equally artificial and vulnerable physicality.

Starting from the trend towards self-optimization of the human body in Western society, the artists develop a narrative centered on a sunbed in order to expose questionable values of an outdated consumer behavior.

„The change of values over the past few decades has shown, that the interests of the first world forward-thinking population is shifted towards the ‚nonmaterial‘ and ‚original’. Following this, transhumanistic tendencies that could become more relevant and real in near future could be a sort of isolation due to self optimization, driven by the curiosity to overcome biological and physical barriers.“ Vall explains.

 

Non Fiction 03 „Statement“ 

 

Starting from Godard’s quote „one does not make political art, one makes art politically“, we propose you to travel in the artistic works of 56 international artists who explore position-taking in the 2.0 era: are there aesthetics of commitment specific to our time?

The young creation makes of the affirmation of oneself a way of entry in the engagement: How to reappropriate the History and its symbols? Which affirmation of the body in new complex, fluid and hybrid existences? What does kitsch tell us about the forms of oppression? How to approach and divert the codes of the demonstration?

184 pages, format 21,6 x 27,9 cm, Swiss bounding
350 units – once a year
56 young international artists
54,99€ public price excl. shipping fees

Direct order : hello@nnfctn.net

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Two exhibitions, four workshops, trips to the LRZ, ZKM and KUKA, an intensive cooperation with the Ministery of Digitalisation, three sponsorships, two talks, three intenational correspondances and many night shifts – the project class Gröning researched about „Artificial Intelligence“. Technical, philosophical, performative, utopian, pessimistic, emotional and always critical.

The catalogue combines it all.

Di, 9. Juli 2019
Ab 19 Uhr
Rroom Kiosk Books Bar
Lothringer Str. 13
81667 München

Unwritten Futures
Nackte Singularitäten im Kösk @gallerytalk.net

16. Mai 2019 • Text von Quirin Brunnmeier

Wie nehmen intelligente Maschinen die Welt wahr, was ist Bewusstsein und wo endet unsere weltliche Körperlichkeit? Unter dem Titel „Nackte Singularitäten“ widmet sich die Projektklasse Philip Gröning von der AdbK München im Köşk Fragen, die gleichzeitig fundamental und hochaktuell sind. read more

They’ve got the power
Philip Gröning über Kunst, Kino und seine Projektklasse @gallerytalk.net

4. Februar 2019 • Text von Quirin Brunnmeier

Virtuelle Welten, künstliche Intelligenzen, Transzendenz und das vermutlich kleinste Kino Münchens. Die Projektklasse von Philip Gröning widmet sich in der Ausstellung „Ein paar Tage nach der Welt“ in der AkademieGalerie hochaktuellen Themen. Wir sprachen mit dem Gastprofessor über Kunst, Kino und Kontexte. read more

2017:

Zerreiß den Schleier
Neue Geistliche Musik von Olivier Messiaen – Hildegard von Bingen – Dieter Schnebel – John Cage – Stephan Heuberger

„¡Rompe la tela de este dolce encuentro!“ – „Zerreiß den Schleier zu der süßen Begegnung“ ist ein Kernsatz des letzten großen Werkes von Juan de la Cruz, dem spanischen Dichter, Mystiker und Heiligen aus dem 16. Jahrhundert. Der zerrissene Schleier ist hier ein Bild für den Durchbruch zur göttlichen Dimension des Lebens, für Juan ein mit erotischer Leidenschaft besungener Eintritt ins Innerste der eigenen Seele. read more